Frisch gerösteter Kaffee, exakt nach ihrem Wunsch.
Exzellenter Kaffee, für Sie von Hand geröstet.

"Wie in Italien!"

Gute Nachrichten für alle Espresso Liebhaber: Unser 100% Robusta begeistert mit einem kräftigen Körper, viel Crema und reichlich Koffein, genau das richtige für einen energievollen Start in den neuen Tag! 


Zum Thema Fairtrade

Ein Erlebnis von Maja, unserem Spezialkaffee

Weil “direkter Handel” besser ist als jedes “erkaufte” Siegel. Unser Kaffee stammt aus direktem Handel und basiert auf einer fairen Entlohnung aller Beteiligten- dafür stehe ich, Maja Elvers, gerade. Unser Kaffee aus Costa Rica stammt aus Eigenimport. In diesem Ursprungsland ist faire Bezahlung, zum Glück, staatlich reguliert: 80% des Exporterlöses geht direkt an die Kooperative / Kaffeebauern. Viele Siegel sollen dem Verbraucher etwas garantieren und in einigen Fällen ist es sinnvoll & gut, dass z.B. Großkonzerne überprüft werden. Für kleine Familien-Start-Ups allerdings, die Produkte selbst importieren, ist eine Fairtrade Zertifizierung fast unbezahlbar. Wir sprechen von Mehrkosten in Höhe von mehr als 3500€ im Jahr, die an Fairtrade Deutschland gezahlt werden sollen, nur um das Siegel verwenden zu dürfen! Aber ist unser Kaffee dadurch fairer? Oder sollten solche Unternehmen wie wir nicht viel eher als Vorbild fungieren und sogar unterstützt werden? Mal abgesehen von dem Röstprozess, der bei uns 25x länger dauert, weil wir es schonend tun, während Großkonzerne ihre Rohkaffees industriell abfertigen, beruht unser Kaffee auch noch auf direkten Kontakten, und darauf, dass ich die Plantagen und die Aufbereitungsanlagen kenne. Ein großes Plus, auf das wir stolz sein können! Ich bin Ingelheimerin, mit einem großen Teil meines Herzens in Mittelamerika.

Nochmal zum Thema Fairtrade, Fairness & Zertifizierungsvertrag (siehe voriger Post): Da wir selbst Kaffee importieren, dürfen wir nicht als Kleinlizenznehmer agieren, sondern nur das fette Geld zahlen, obwohl unser Kaffee ja schon fair ist. Das Siegel allerdings dürfen wir nur nutzen, wenn wir das Geld (ca. 3500€ pro Jahr) zahlen und obendrauf noch 0,20€ pro Kilo an Fairtrade abführen. Dabei wird nicht unterschieden wieviel Umsatz wir machen (verglichen mit großen Konzernen / Importeuren), wieviel oder wie oft wir importieren oder von wo, oder ob wir gerade eine Existenz aufbauen und bereits den gerechten Preis zahlen, oder nicht. Ist das denn “fair”? Bzw. macht das unseren direkt gehandelten Gourmet Kaffee jetzt “unfairer”, nur weil wir kein Geld an Fairtrade Deutschland zahlen?

Unsere Bemerkung

Dem Fairtrade-Siegel-System im Kaffeehandel kann nur begrenzte Fairness zugeschrieben werden. Deshalb lautet unser Motto: Direkter Handel! Nur unmittelbar Beteiligte sollen am Kaffeegeschäft mitverdienen. So ist die Wertschöpfungskette von Beginn an, d.h. von den Kleinbauern ausgehend, bis hin zu dem Punkt, wo der Kaffee beim Kunden ankommt, fair gestaltet. Ein enger persönlicher Kontakt zu unseren Partnern aber auch Kunden bietet dabei das Fundament für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

 

In den Medien

Gossauer Info, Ausgabe Nr. 142 September 2020

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Der Nase nach....
GossauerInfo_Thema_sept._2020_12.pdf (423.8KB)
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Züriost Kaffeeartikel
https://zueriost.ch/diverses/2019-12-29/der-kaffee-laester-blog


Die bunte Seite für dein Dorf
bunts.ch - Gewerbe Gossau ZH vom 24. März 2020 

Die bunte Seite für dein Dorf
bunts.ch - Gewerbe Gossau ZH vom 16. Januar 2020 



Kaffee-Geschichten

Neues, Wissenswertes und Spannendes aus der Welt des Kaffees

Wie wäre es, wenn wir heute die Röster ins Rampenlicht rücken?

Die Spezialitätenkaffeeindustrie legt einen großen Schwerpunkt auf die erstaunliche Arbeit der Kaffeeproduzenten, ihre Leidenschaft und Kreativität bei der Herstellung all dieser erstaunlichen Kaffeesorten, rein oder als elegante Mischung, die alle dem Endverbraucher zur Verfügung stehen.

Auf der Seite des Endverbrauchers gibt es ein immer größeres Publikum von Menschen mit Kaffeekenntnissen, die neugierig auf Spezialitätenkaffee sind und bereit sind, verschiedene Sorten zu kaufen und mit ihnen zu experimentieren, bis sie "die eine" gefunden haben.

Die Gleichung ist hier jedoch noch nicht vollständig. Wir brauchen immer noch sachkundige und geschickte Röster, die Kaffee zum Leben erwecken können.

Röster sind die Brücke zwischen dem Produzenten und dem Konsumenten. Sie sind dafür zuständig, die besten Qualitäten des Kaffees hervorzuheben und die Verbraucher über seine Herkunft aufzuklären. Ohne Röstereien gäbe es keinen Markt, der die Qualität des produzierten Kaffees zu schätzen wüsste.

Können wir einfach Danke sagen? Danke, Kaffeeröster, dass Ihr Eure Leidenschaft und  Wissen mit dem Rest der Welt teilen. 

Kommen Sie bei uns vorbei, wir unterstützen Sie auf dem Weg zu "Ihrem" Kaffee.


Zucker im Kaffee: Eine Erklärung einer uralten Gewohnheit

Die Beziehung von Zucker und Kaffee reicht fast 500 Jahre zurück. Beide sind seit Jahrhunderten untrennbar miteinander verbunden. Als der Kaffee im 16. Jahrhundert nach Europa kam, galten sowohl Kaffee als auch Zucker als Luxusgüter, die fast ausschliesslich der damaligen wohlhabenden Oberschicht vorbehalten waren. Die meisten Bohnen waren jedoch von minderer Qualität und wurden sehr dunkel geröstet. Um den bitteren und intensiven Geschmack schmackhafter zu machen, wurde oft Zucker hinzugefügt.

Im Laufe der Zeit wurden süssere koffeinhaltige Getränke (sowohl Kaffee als auch Tee) immer erschwinglicher und zugänglicher. Im Gegensatz zu Bier und Apfelwein (die beide zu dieser Zeit sicherer als Wasser zu trinken waren), lieferten sie eine Dosis Energie ohne den zusätzlichen Nebeneffekt der Trunkenheit.

Eine starke Dosis Zucker im Kaffee war ein erschwinglicher Luxus. Er gab den Arbeitern eine Portion Koffein, um einen langen Arbeitstag zu überstehen, er lieferte reichlich Kalorien und er bot den Komfort von Wärme während einer Mahlzeit, die sonst oft nur aus Brot bestand.

Zucker und Kaffee waren bis ins 18. Jahrhundert hinein beliebt. Der erste gross angelegte Kaffeeröster wurde in den 1700er Jahren erfunden und ermöglichte dem Röster wahrscheinlich nur eine sehr begrenzte Kontrolle über die Röstung.

Trotz der Tatsache, dass das Rösten nun maschinell erfolgte, wurde wahrscheinlich immer noch Zucker hinzugefügt, um die intensiven Aromen, die durch diese Ungenauigkeit entstanden, zu mildern.

Als Instantkaffee im 20. Jahrhundert populär wurde, wurde er in der Regel aus billigen, leicht zugänglichen Bohnen hergestellt, oft aus Robusta-Pflanzen. Dies ermutigte die Trinker zusätzlich, Zucker hinzuzufügen. Zucker unterdrückt die Bitterkeit und den Säuregehalt eines Kaffees, indem er die Säuren ausgleicht, wobei man andere Aromen im Getränk erleben kann.

Wie wir wissen, haben Kaffeetrinker in der Vergangenheit Zucker verwendet, um den Geschmack von Bitterkeit in dunkleren Röstungen und Kaffees schlechter Qualität zu überdecken. Das liegt daran, dass wir biologisch "programmiert" sind, bittere Aromen zu vermeiden, weil sie oft mit giftigen Substanzen in Verbindung gebracht werden. Unser Gehirn erkennt Süsse als ein Gefühl von Vergnügen und Belohnung. Die Süsse produziert Dopamin, ein Hormon, das mit Wohlbefinden assoziiert wird.

So, und das ist es, was das "Verlangen" nach süssen Speisen und zuckerhaltigen Getränken verursacht.

Bei denjenigen, die sich an das Trinken von Spezialitätenkaffee gewöhnt haben, hat sich der Gaumen akklimatisiert, was bedeutet, dass keine Notwendigkeit besteht, Zucker hinzuzufügen.

Nicht jeder braucht ihn, aber meiner Meinung nach kann die Zugabe von ein wenig Zucker sogar bei [guten] Qualitätskaffees die Fähigkeit verbessern, verschiedene Aromen wahrzunehmen. Es gleicht den Säuregehalt aus und unterdrückt die Bitterkeit. Weiter gilt auch, dass die richtige Menge an Zucker bestimmte Geschmacksrichtungen und Aromen in einer Tasse Kaffee hervorheben kann. Aber es muss die richtige Art von Zucker sein, der auf die richtige Weise hinzugefügt wird.

Standard-Tafelzucker, wie Kristallzucker, fügt zwar Süsse hinzu, aber keinen tieferen oder komplexen Geschmack. Andere Zucker und Süssstoffe, wie z. B. brauner Zucker, haben ihren eigenen Geschmack, der überwältigend sein und den Geschmack in der Tasse verändern kann. Das Gleiche gilt für Honig sowie für künstliche Süssstoffe wie Stevia und Aspartam.

Der ideale Süssstoff im Kaffee ist einer, der am wenigsten Geschmack aus der Tasse raubt. Zu empfehlen ist, Sucralose (ein sehr naher Verwandter der Saccharose, die natürlich von der Kaffeepflanze produziert wird).

Die Zugabe von Zucker oder Süssungsmitteln, die einen eigenen Geschmack haben, verändert natürlich das Geschmacksprofil einer Tasse Kaffee. Honig, brauner Zucker und andere Süssungsmittel können zum Beispiel alles von Karamell bis hin zu pflanzlichen Noten in die Tasse bringen. 

Für die einen mag dies eine irreparable Veränderung des Eigengeschmacks des Kaffees sein. Für andere ist es vielleicht genau das, was sie brauchen, um die Milch in einem Milchkaffee durchzusetzen. 


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